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Schützenjubiläum in Lindenberg

 

Vor 125 Jahren, um genau zu sein am 1. September 1891, wurde in Lindenberg der Zimmerstutzen-Schützenverein gegründet. 25 Schützen hatten sich dazu im Gasthaus „Goldener Hirsch“ versammelt. Geschossen wurde damals von der Gaststube aus durch die Küche und schießen könnte immer nur ein Schütze. Heute gibt es den Verein immer noch. Er hat inzwischen 100 Mitglieder und ein eigenes Schützenheim. Dort gibt es im Keller eine Schießanlage mit neun elektrisch betrieben Ständen.

Zur Feier des Jubiläums hatte sich der  Verein ein kleines, aber feines Programm ausgedacht. Den Anfang der Feierlichkeiten machte ein Preisschießen, an dem sich Anfang Mai 123 Schützen aus acht Vereinen beteiligten. Eine Woche lang war der Schießstand jeden Abend geöffnet, damit die Teilnehmer zeigen konnten, wie gut sie mit der Luftpistole oder dem Luftgewehr ins Schwarze treffen können.

Die eigentlichen Feierlichkeiten begannen am vergangenen Samstag mit einem Festabend im Schützenheim. Neben Ehrengästen wie Bürgermeister Josef Schweinberger, der Landtagsabgeordneten Angelika Schorer, Landrätin Maria Rita Zinnecker und dem 2. Gauvorstand des Schützengaus Türkheim, Klaus Schischko konnte Hubert Heckl zahlreiche Vertreter anderer Vereinen und natürlich auch Lindenberger Schützen begrüßen. „Ein scharfes Auge, eine sichere Hand und einen klaren Kopf, das sind die Eigenschaften, die gefragt sind. Hinzu kommt der Geist der Kameradschaft, des Zusammenhalts und der Heimatverbundenheit.“ Dies sind die Eigenschaften, die einen Schützen ganz besonders charakterisieren, so der Vorsitzende des Vereins. Auch die Ehrengäste erwähnten in ihren Grußworten die besondere Kameradschaft, die bei den Schützen gelebt wird und betonten die Wichtigkeit der ehrenamtlichen Arbeit, um einen solchen Verein mit Leben zu füllen.

Der Festabend wurde von Musikerinnen der VHS Buchloe unter der Leitung von Christiane Eberhard musikalisch begleitet. Hubert Heckl nutzte die feierliche Zeremonie auch, um zwei neue Ehrenmitglieder zu ernennen. Christa Brugger und Sylvester Egle wurden für ihr langjähriges Engagement für den Verein mit dieser Auszeichnung geehrt.

Für den Samstagmorgen war ein Kirchzug mit anschließendem Feldgottesdienst geplant, doch das Wetter machte den Schützen mit kräftigem Regen einen Strich durch die Rechnung. Davon ließen diese sich aber nicht schrecken und verlegten den Gottesdienst kurzerhand in die Kirche. Stadtpfarrer Reinhold Lappat wies in seiner Predigt auf die historisch enge Beziehung zwischen der Kirche und den Schützen hin und zog eine Analogie zwischen dem Schießen und dem Leben. Bei beidem gilt es, das Ziel fest im Blick zu haben, denn nur mit einer klaren Ausrichtung kann man auch erfolgreich diese treffen. Der Musikverein Frohsinn Lindenberg sorgte gekonnt für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes.

Nach dem Gottesdienst ging es zurück zu Schützenheim, wo gemeinsam zu Mittag gespeist wurde. Als krönenden Abschluss der Festlichkeiten wurden im Laufe des Nachmittags die Preise des Preisschießens verteilt. 65 Teilnehmer konnten sich über Sachpreise und Gutscheine freuen. Höhepunkt war die Vergabe der von Sylvester Egle gegebenen Ehrenscheibe. Hier erreichte Adolf Stifter das beste Ergebnis. Die Scheibe wird beim Schützenverein Lindenberg verbleiben, natürlich mit dem Namen des Gewinners darauf.