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Sepp Blatter Cup 2016

Bereits zum 14. Mal fand heuer der Sepp-Blatter-Cup in der „SCL-Arena“ in Lindenberg statt. Bei diesem Fußballturnier steht der Spaß am Sport im Vordergrund. Der Titel des Gaudifußballturniers ist daher auch ironisch zu sehen. Dieser Wettkampf soll genau gegen die Auswüchse im organisierten Fußball ein Zeichen setzen, für die der Name Sepp Blatter steht. Auch nach dessen Abgang als FIFA-Präsident wird das Turnier seinen Namen behalten, bestätigte Organisator Thomas Klaus vom Lindenberger Hirschen.

Eigentlich sollte das Turnier traditionsgemäß am Pfingstmontag stattfinden, doch auf Grund des schlechten Wetters an diesem Tag wurde es auf Fronleichnam verschoben. Hier zeigte sich die Sonne von ihrer besten Seite und so konnten die zehn Mannschaften bei bestem Wetter um den Turniersieg kämpfen. Der ein oder anderen unterschätzte gar die Kraft der Sonne und konnte am Nachmittag einen veritablen Sonnenbrand vorzeigen.

Entsprechend der Intention des Turniers liefen hier keine Mannschaften der etablierten Vereine auf, sondern Hobby- und Spaßmannschaften. Sie trugen dabei Namen wie „Deine Mudder“, „Spv66 Weiberkatzen“ oder „Hansa Klopstock“. Das Team „Reste Rampe“ spielte gar ohne festen Kader, sondern setzte sich aus freiwilligen Spielern der anderen Mannschaften zusammen. Heuer war auch das erste Mal eine Mannschaft mit Asylbewerbern mit am Start. „Waal International“ lief mit Trikots des TV Waal auf. Bei diesem Verein spielen die jungen Afghanen und Syrer ab und zu im Training mit. Im Spiel um Platz 9 besiegten sie die Mannschaft des Organisationsteams „Hirsch MiMiMi“. Mit der gelungenen Integration der Asylbewerber in das Turnier konnte auch wunderbar das zweite Anliegen des Turniers in die Tat umgesetzt werden – ein Zeichen gegen Rechts zu setzten.

Gespielt wurde in zwei Gruppen, jeder gegen jeden. Die Spiele in der Gruppenphase dauerten jeweils 20 Minuten, die späteren Spiele wurden dann wegen der zunehmenden Hitze auf 15 Minuten verkürzt. Es zeigte sich bereits früh, dass das fußballerische Können der einzelnen Mannschaften sehr unterschiedlich war. So gingen einige Spiele zweistellig aus. Trotzdem waren alle mit viel Elan und Freude dabei und Fair-Play wurde groß geschrieben. In den Halbfinal- und Platzierungsspielen wurde es deutlich enger, einige mussten sogar durch ein Elfmeterschießen entschieden werden, nachdem sich in der regulären Spielzeit kein Sieger ermitteln ließ. Das Final war wiederum eine klare Angelegenheit. Die „Superkicker“ besiegten „Deiner Mudder“ mit 5:1 und konnten sich so über den 1. Preis – zwei Kästen Bier und freien Eintritt zu den Konzerten am Wochenende im Hirschen – freuen.