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Adventssingen in Honsolgen

Wenn in der Vorweihnachtszeit zu einem Adventskonzert eingeladen wird, kann man sich sicher sein, dass viele Gäste kommen werden. Dies gilt umso mehr, wenn das Konzert auf eine lange, erfolgreiche Geschichte zurückblicken kann. Ein solches ist das Adventssingen in Honsolgen. Seit 1978 wird es in einem zweijähringen Rhythmus ausgetragen und auch heuer war die Pfarrkirche St. Alban in Honsolgen wieder gut gefüllt.

Mit dem Konzert am Vorabend des dritten Advents wolle man eine Stunde Ruhe schenken, so Franz Lang, der Vorstand des Sängerbunds Honsolgen in seiner Begrüßung. Auch in diesem Jahr war wieder ein großes Aufgebot an Musikern am Start. Das Konzert wechselte zwischen Instrumental- und Vokalstücken hin und her. Nach der Eröffnung durch die Blechbläser von der Empore der Kirche sang der Sängerbund Honsolgen unter der Leitung von Reinhold Geiger und stimmte mit „Advent ist ein Leuchten“ und „Tröstet mein Volk“ besinnlich auf die folgende Stunde ein. Selma Wörle, junge Schülerin von Helga Scholz, zeigte auf der Violine ihr Können und wurde dabei von Kerstin Klotz begleitet.

Neben dem Sängerbund Honsolgen war der BSW Männerchor der zweite große Chor. Beide konnten mit hoher technischer Qualität, mehrstimmigen Gesang und gefühlvollem Ausdruck überzeugen. Doch nicht nur die zahlenmäßig großen Ensembles wussten das Publikum auf ihre Seite zu ziehen. Auch der Honsolger Dreigesang (Matthäus Land, Hand Lang und Reinhard Geiger) sowie der Hausener Frauen-Dreigesang (Maria Roog, Rita Frei und Gertrud Rampp) boten erstklassigen Leistungen. Die Instrumentalisten vervollständigte das Klarinetten-Trio unter der Leitung von Heidi Wörle.

Besinnlichkeit war das Hauptaugenmerk bei der Auswahl der Musikstücke. Ob „Singe im Advent“ (BSW-Männerchor), „Als Maria übers Gebirge ging“ (Honsolger Dreigesang) oder „Es naht ein Licht in dunkler Nacht“ (Hausener Frauen-Dreigesang – die Lieder waren allesamt eher ruhig und somit für diese Stunde der Besinnung hervorragend geeignet.

Zweimal sprach Stadtpfarrer Reinhold Lappat zwischen den Musikstücken, um mit ein paar Impulsen die Bedeutung des Advents in das Bewusstsein der Besucher zu bringen. Nächstenliebe und Einsatz für einander zählen gerade auch dann, wenn es draußen kalt und dunkel wird und so appellierte er an die Zuhörer, das Lied „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ nicht nur zu singen, sondern auch zu leben.

Das Konzert endete mit einem gemeinsamen Andachtsjodler, bevor der Klang der Glocken der Kirche nochmal zur inneren Einkehr anregen sollte. Der Spendenerlös der Veranstaltung geht an die Sozialstation Buchloe und die Pfarrkirche Honsolgen.