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Herbstfest in der Krippe

„Eines Tages im Herbst tauchte in der Stadt Buchloe ein kleiner Igel auf. … Auf der Suche nach einem schönen Blätterhaufen schnüffelte er durch die Stadt.“ Diesen fand er dann in „einem Garten mit einem schaukelnden Nest und einer großen weißen Kiste mit dunklen Löchern an der Seite.“ Diese weiße Kiste haben auch schon viele Buchloer gesehen, steht sie doch fast im Herzen der Stadt auf dem Schrannenplatz. Die Kiste besteht eigentlich aus vielen, denn es handelt sich hier um die Interimsunterbringung der Kinderkrippe Buchloe, die aus mehreren Containern zusammengesetzt ist.

Die Geschichte des Igels, der auf den Namen Vielfraß hört, wurde am Samstagnachmittag während der Herbsteröffnungsfeier vorgelesen und von zwei Erzieherinnen mit einer niedlichen Handpuppe nachgespielt. Der kleine Igel füllt sich hier, wo noch vor nicht allzu langer Zeit das alte Feuerwehrhaus stand, sehr wohl. Dies trifft ebenso auf die 17 Kinder im Alter von acht Monaten bis fast drei Jahren und ihre Betreuer zu. „Dieses Fest soll ein kleiner Anlass dafür sein, dass wir miteinander feiern hier ein Zuhause bekommen haben,“ so die Leiterin der Einrichtung Susanne Mrazek.

„Container – ob das wohl gehen würde?“ berichtete sie von den anfänglichen Zweifeln. Doch diese wurden nach dem Bezug der Einrichtung ganz schnell zerstreut. „Hier ist es aber gemütlich“ hört sie immer wieder von Besuchern. So haben die zwei Gruppenräume warmen Korkfussboden, im Sanitärbereich sind Waschbecken und Toiletten auf Kinderhöhe und insgesamt herrscht eine wahrhaft kuschlige Atmosphäre in der Einrichtung, die von außen gewöhnungsbedürftig aussieht.

Bürgermeister Josef Schweinberger stellte heraus, dass Buchloe mit dieser Krippe kurzfristig und entschlossen auf den unerwartet hohen Bedarf reagiert hat. Die Krippe befindet sich in der Trägerschaft der Stadt und ist damit auch ein Ausdruck der gelebten Kinderfreundlichkeit. Die Lösung in den Containern wird aber nur für kurze Zeit bestand haben. Schweinberger kündigte an, dass die Krippe voraussichtlich bereits im Mai 2016 in ihr endgültiges Gebäude im Osten der Stadt umziehen wird.

Stadtpfarrer Reinhold Lappat freute sich, dass jetzt auch die Stadt als Träger in der Kinderbetreuung beteiligt. „Wir werden zusammen weiter den Weg gehen und uns darum kümmern, dass die Kleinen gut groß werden können.“ Im Anschluss an seine Worte segnete er die Räume der Kinderkrippe.

Der kleine Igel begegnete den Gästen auch im Anschluss wieder. Zu Kinderpunsch und Glühwein gab es kleine gebackene Ausgaben von ihm. Über 115 Stück hatten die vielen hilfsbereiten Eltern gebacken und so für einen schönen und leckeren Ausklang der kleinen Feier gesorgt.