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Kubanisches Feeling auf der Mindelburg

Auch wenn die Wettervorhersage für den Nachmittag Sonne angesagt hatte, gab es am Vormittag bei den Veranstaltern und potenziellen Besuchern der zweiten Kubanischen Nacht auf der Mindelburg sorgenvolle Blicke gen Himmel. Doch wie versprochen riss die Wolkendecke ab 15:00 Uhr auf und damit war ein weiteres Hindernis für eine erfolgreiche Veranstaltung beseitigt. Die erste große Herausforderung galt es schon im Vorfeld zu meistern – das neue Fluchtwegekonzept für die Mindelburg. Nach dessen Erstellung erhielten die Veranstalter – Patrick „Günni“ Schulz von der Eventagentur redclusive und Joshi Mihaljecic von Joschi’s Bar&Restaurant – die Freigabe für 1400 Besucher. Bereits 1000 Karten wurden im Vorverkauf ausgegeben, die restlichen gingen an der Abendkasse weg.

Die Einhaltung des Sicherheitskonzepts beim Aufbau war nicht ganz einfach. Bänke und Tische wurden bestimmt fünf bis zehnmal auf- und umgebaut und alles mit dem Maßband vermessen, bis alles so stand, wie gefordert, beschrieb Günni Schulz die Situation. Er sprach seinen Helfern, insbesondere dem Sicherheits- und Sanitätsdienst, für die geleistete Arbeit und die Einsatzbereitschaft für beide Termine seinen großen Dank aus. In diesen schloss er natürlich auch noch Petrus ein, ohne dessen wohlwollendes Mitwirken der Abend wortwörtlich ins Wasser gefallen wäre.

Das Event begann bereits am mit einem Salsatanzkurs. DJ Toledo, der auch am Abend abwechselnd mit der Band die musikalische Unterhaltung übernahm, zeigte die wichtigsten Schritte des Tanzes und vermittelte südamerikanisches Lebensgefühl. Genau um dieses drehte sich der gesamte Abend. Ziel der Veranstaltung sei es, die echte, authentische südamerikanische Kultur zu zeigen, so Mitorganisator Schulz. Deswegen gab es auch nur „Originale“ auf der Burg. So stammt DJ Toledo genau wie die Band Azucar Cubana aus Kuba.

Die Musiker von Karibikinsel hatten neben den lateinamerikanischen Rhythmen auch vier Bailarinas mitgebracht. Die Tänzerinnen in klassischen Salsakostümen heizten dem Publikum kräftig ein und machten die kalten Temperaturen fast vergessen. Doch nicht nur auf der Bühne, auch auf der Tanzfläche wurden kräftig die Hüften kreisen gelassen. Diese war doppelt so groß wie bei der ersten Auflage der Kubanischen Nacht und immer komplett gefüllt. Mit viel Applaus gefeiert wurde auch der kleine Tanzbattle, den vier Tänzerinnen um Simha Lily Mintken auf der Bühne austrugen. Hier zeigte sich einmal mehr die Verbindung von Lebensfreude, Feuer und Leichtigkeit, die den Salsa ausmacht.

Auch ein kurzer, aber recht kräftiger Regenschauer konnte die hervorragende Stimmung nicht beeinträchtigen. Für diese sorgten neben der Musik und dem Ambiente der Burg auch die Bayerisch-Kubanischen Spezialitäten vom Chili bis zum karibischen Fladenbrot, vom Cuba Libre bis zum bayerischen Bier.

Wer einmal eine echte kubanische Zigarre probieren wollte, kam hier ebenfalls auf seine Kosten. Juan Carlos stellte diese in Handarbeit direkt an einem kleinen Tischchen her. Die Tabakblätter stammten selbstverständlich genau wie er auch aus Kuba.