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Schwere Maschinen in Buchloe

Das Big-Biker-Treffen in Buchloe hat sich mit seiner inzwischen siebten Auflage einen festen Platz in den Terminkalendern vieler Fahrer schwerer Motorräder gesichert. So war es auch heuer kein Wunder, dass wieder viele Harleys durch Buchloe und Umgebung fuhren und mit ihrem typischen Klang schon von weitem akustisch zu erkennen waren.

Das Wetter war zwar nicht der Jahreszeit entsprechend, aber doch deutlich besser als angesagt. An beiden Tagen des Treffens war es fast durchgängig trocken und ab und zu fand die Sonne auch ihren Weg durch die Wolken und brachte den Chrom der schweren Maschinen zum Glänzen. So ließen sich dann die Bikes auf dem Parkplatz der Alp-Villa in ihrer ganzen Schönheit betrachten. Bereits am Donnerstag war hier jede Menge los. Die Rockband Happy Pack sorgte einmal wieder für gute Stimmung. Die fünf Musiker sind schon seit einigen Jahren immer wieder mit dabei und hatten ihr Mischung von Rock, Pop und insbesondere Rock’n’Roll im Gepäck.

Konnte man hier schon von einem gelungenem Tag sprechen, wurde es am Freitag noch einmal stärker. Durch den Feiertag fanden deutlich mehr Gäste ihren Weg nach Buchloe und konnten den Tag mit einem Weißwurst-Frühschoppen beginnen. Ab 14:00 Uhr fand eine geführte Tour durch das schöne Allgäu statt. 24 Motorräder nahmen die 110 km lange Strecke in Angriff, unter ihnen auch der Organisator des Treffens Martin Knie.

Am Abend sorgte die Münchner Kultband Isarrider für ein voller Haus. Wer hier ohne Reservierung kam, fand nur noch sehr schwer einen Platz im mit amerikanischen Fahnen und Harleywimpeln geschmückten Gastraum. Die Münchner Musiker um Frontmann Roland Hefter konnten das Publikum bereits mit ihrem ersten Lied komplett auf ihre Seite ziehen. Mit der Aufforderung, den eigenen Wünschen zu folgen, waren sie bei den Biker direkt an der richtigen Adresse. Die vier Musiker verbanden ehrlichen, handgemachten Rock in wunderbarer Weise mit humorvollen Texten, die mal hintersinnig, mal brachial daherkamen. Sie trafen aber immer ihr Ziel, die Lachmuskel des Publikums. Ob mit „Alice, bring mir noch ein Helles“, „An geilen Typ“ oder „Mindestens zwoa Leben“ sangen die Musiker über die großen und kleinen Dinge des Lebens in schönstem Bayerisch. Zu einer richtigen Performance steigerte sich der Auftritt, als Hefter mit „Sextourist“ die Verhaltensweisen ebensolcher auch anschaulich demonstrierte. Nach ca. zwei Stunden mit eigenen Liedern unterhielten die Musiker das Publikum mit Covern berühmter Rock-, Pop- und Partynummern. Dabei konnten sich die Gäste nicht lange auf den Stühlen halten und die Tanzfläche füllte sich schlagartig.

An beiden Abenden fand ein Armdrückwettkampf statt. Acht bis zehn Männer maßen jeweils ihre Kräfte und den Siegern winkten Preise. Der klare Sieger beider Abende durfte abschließend noch gegen der achtzehnmaligen Deutschen Meister Dieter Spannagel antreten, dem er nach einem guten Kampf dann schlussendlich doch unterlag.