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Chorkonzert in Jengen

„Un poquito cantas – Also das ist wirklich ein Kunststück, einem Chor einen Namen zu geben, den die geistige Oberschicht Jengens nach 10 Jahren noch nicht einmal fehlerfrei aussprechen kann.“ – Humorvoll betrachtete das Ensemble selbst die Schwierigkeiten mit seinen Namen in einem Sketch. Liebevoll löst der ein oder andere die anspruchsvolle Aussprache und nennt den Chor „Pocahontas“. „Sing a bisserl“ – so die freie Übersetzung des Namens, ist dabei eine kräftige Untertreibung. Die Sänger und Sängerinnen haben sich inzwischen in ihrer Gemeinde einen sehr guten Ruf erarbeitet, was sich auch an dem großen Besucherandrang ablesen ließ. Die Sporthalle des Gemeindehauses Jengen war bis auf den letzten Platz gefüllt, es mussten sogar noch zusätzliche Stühle herbei geschafft werden und auch Turnbänke wurden kurzerhand als Sitzgelegenheit verwendet.

Der Anlass des Konzerts war das zehnjährige Jubiläum des Chors und so präsentierten sie eine bunte Mischung von Liedern, die sie zu verschiedenen Anlässen eingeübt hatten. Mit „Heute ist ein Fest“ wurde das Motto des Abends bereits im ersten Lied mehrstimmig und melodisch auf den Punkt gebracht. Mit Hilfe des Jengener Bürgermeisters Franz Hauck wurde das Publikum dann musikalisch darum gebeten, die Mobiltelefone abzuschalten.

Die Auswahl der Lieder führte einmal um die Welt. Daheim ging es mit „Mein kleiner grüner Kaktus“ los, um dann auf den afrikanischen Kontinent zu wechseln. Mit der südafrikanischen Nationalhymne „Nkosi sikelela i Afrika“ und „Uingcwele Baba“ demonstrierte der Chor, dass ihn auch komplizierte, fremdsprachliche Texte nicht schrecken. Mit „Ich war noch niemals in New York“ schickte der Chor dann das Publikum in die Pause, in der kleine Häppchen angeboten wurden.

Zwischen den Liedern wurde in Erzählungen und Sketchen immer wieder die Geschichte des Chors beleuchtet. So erzählt Heidi Busch wie sie vor zehn Jahren die Chorleiterin Monika Strobl während des Jahresputzes der Spielkreisräume für die Leitung gewinnen konnte. Sie berichtete von 182 einstudierten Liedern, dem 3,5 Kilo schweren Notenordner und natürlich auch von den Auftritten, bei denen die vier Mal in der JVA Landsberg besonders in Erinnerung geblieben waren.

Auch im zweiten Teil setzte sich die Weltreise fort. Mit „Un poquito samba“ ging es nach Lateinamerika um gleich darauf in Schweden Station zu machen. Das Publikum bedankte sich für den schönen Abend mit langanhaltendem Applaus. Mit der ersten Zugabe konnte der Chor dann auch seine Leiterin überraschen, denn hier gab es als Dank ein selbst geschriebenes Lied extra für sie.