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Wohin mit alter Kleidung?

 

Am Donnerstagabend war das Kolpinghaus in Buchloe Veranstaltungsort für einen Vortrag das Thema  „Wohin mit gebrauchter Kleidung?“ Die Referenten des Abends waren Brigitte Härtel von der Buchloer Kleidertruhe und Johannes Müller, Bildungsreferent bei der Aktion Hoffnung.

Trotz des etwas sperrigen Themas hatten 30 Gäste ihren Weg ins Kolpinghaus  gefunden und erfuhren dafür viel Wissenswertes über den Umgang mit Altkleidern. Das Problem an sich ist vielen geläufig. Die Jacke aus dem letzten Jahr, die Nichtgebrauch modern ist oder die Hose, die plötzlich nicht mehr passt – sie hängen nur noch im Schrank, zum Wegwerfen zu gut, aber angezogen werden sie nicht mehr. Zwei Möglichkeiten, dieses Dilemma zu lösen und gleichzeitig etwas Gutes zu tun, würde an diesem Abend präsentiert.

Brigitte Härtel berichtete über die Entstehung und die Arbeit der Kleidertruhe. Allein von Ehrenamtlichen betrieben wird dort Kleidung entgegen genommen, sortiert und sehr preiswert wieder verkauft. Der Preis der Ware orientiert sich dabei an der Bedürftigkeit und kann durchaus bei wenigen Euro für ein Kleidungsstück liegen. Trotz dieser geringen Preise nimmt die Kleidertruhe jährlich einen fünfstelligen Betrag ein, der vollständig für die Förderung von Kindern in Buchloe verwendet wird. Mit ein Grund für die Höhe der Summe ist der Fakt, dass die Stadt die Räumlichkeiten mietfreiem zur Verfügung stellt.

Auch die aktion hoffnung nutzt die von ihr erwirtschafteten Mittel für die Förderung des Nachwuchses, das aber in einem globalen Kontext. Auch sie sammelt gut erhaltene Kleidung. Diese wird aber inzwischen nur noch selten direkt in die Projektleiter geschickt,  sondern gewandelt,  also verkauft,  so Johannes Müller. „Unsere Allgäu Wintermode geht halt in Afrika nicht“ charakterisierte er treffend einen Grund dafür. Die vor 27 Jahren gegründete Aktion betreibt unter anderem drei Läden, in denen die Kleidung verkauft wird – in Ettringen, Augsburg und Nürnberg und sorgt damit auch für eine höhere Nachhaltigkeit. Müller stellte die letzte Jahresprojekte der aktion hoffnung vor, bei denen auf den Philippinen, im Südsudan und in Vietnam Geld für die Unterstützung von Schulen investiert wurde.

In der kurzen Diskussion im Anschluss ging es um die Frage, welche Textilien man abgeben könne und was gegen illegale Kleidersammmlungen unternommen werden kann.