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Bergmesse auf der Buchloer Hütte

„Vor 75 Jahren hatten ein paar Idealisten eine verrückte Idee. … Sie hatten die Wahl gemütlich zu Hause zu sitzen oder hier eine Hütte zu errichten.“ Mit diesen Worten ging Pfarrer Richard Dick aus Mattsies auf das 75-jährige Jubiläum der Buchloer Hütte ein. An dieser wurde am letzten Sonntag einmal mehr die traditionelle Bergmesse abgehalten. Bereits am Vortag wurde das Jubiläum in einer kleinen Festveranstaltung gefeiert.

Zu dieser waren neben dem Buchloer Bürgermeister Josef Schweinberger und seiner Amtskollegin aus Bolsterlang, Monika Zeller, die Grundstücks- und Hüttennachbarn geladen. Weiterhin zählten viele Personen, die sich um die Hütte verdient gemacht hatten, zu den Gästen.

Zu dieser Feier gehörte neben dem Grußwort des Bürgermeisters auch das Schwelgen in der Geschichte der Hütte bei der Vorstellung der Chronik und eines Fotobuchs genauso wie Kaffee und Kuchen sowie das Grillfest am Abend. Einige der gut 50 Gäste nutzten das Übernachtungsangebot der Hütte, um für den Gottesdienst am Folgetag gleich vor Ort zu bleiben. Diese wurde auch heuer wieder vom Bayerischer Landes-Sportverband Bezirk Schwaben, Arbeitskreis Kirche und Sport, dem VfL Buchloe und der Kolpingfamilie Buchloe veranstaltet.

Der Wetterbericht für Sonntag hatte stark an die Bergmesse vor zwei Jahren erinnert, die auf Grund von Dauerregen in der Hütte abgehalten werden musste. Diese Vorhersage war auch der Grund, warum sich die Verantwortlichen dazu entschieden hatten, die Musik abzusagen. Eigentlich hätten der Musikverein aus Lindenberg und die Immenstädter Alphornbläser für die musikalische Unterhaltung sorgen sollen. So blieb es jetzt aber an den Besuchern mit ihrem Gesang für eine klangvolle Begleitung zu sorgen und auch dies funktionierte wunderbar.

Mehr als 150 Wanderer hatten den schlechten Vorhersagen getrotzt und ihren Weg auf den Berg gefunden. Das Wetter war zwar kühl, aber durchgehend trocken, selbst die Sonne blitzte ein, zweimal durch die Wolken. In seiner Predigt erinnerte Pfarrer Richard Dick daran, dass auch Jesus mit einigen Jüngern auf einen Berg stieg und Petrus dort Hütten errichten wollte. Er erinnerte daran, dass viele Bergwanderer nicht nur Natur, Aussicht und Erholung in der Bergen suchen, sondern auch deshalb in die Berge gehen, um Gott wortwörtlich näher zu sein.

Nach der Messe verblieben noch viele Besucher eine Weile an der Hütte und genossen bei einem gemütlichen Beisammensein Kaffee, Kuchen oder eine kleine Brotzeit. Auch für das kommenden Jahr ist wieder eine Bergmesse geplant.