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Buchloer Astronomietage 2013

Bereits zum sechzehnten Mal wurden heuer die Buchloer Astronomietage durchgeführt. Wie schon in den letzten Jahren war die Veranstaltung auch dieses Mal zweigeteilt. Am Freitagabend gab es im Gasthaus Eichel einen Fachvortrag und am Samstag waren die Türen der Volkssternwarte vor den Toren der Gennachstadt geöffnet.

Der Saal der Eichel war mit 50 Gästen voll belegt. Besonders freute sich der Vorsitzende der  Astronomischen Gesellschaft Buchloe e.V, Bernd Koch, dass gut die Hälfe der Besucher keine Vereinsmitglieder waren. Dr. Nadine Neumayer von der ESO, der European Southern Observatory, hielt den hochkarätigen Eröffnungsvortrag. Dessen Thema war „Schwarze Löcher in den Zentren von Galaxien“ Sie beschrieb anschaulich den Stand der Forschung, immer wieder auch durch schöne Bilder und Videos unterstützt. So erläuterte sie wie schwarze Löcher „gewogen“ werden können und dass das Schwarze Loch unserer Milchstraße ca. 4,3 Millionen Sonnenmassen schwer ist. Nach dem Vortrag stellte sie sich noch den vielen Fragen der Interessenten aus dem Publikum.

Am Samstag konnte dann die praktische Seite der Astronomie angeschaut werden. In der Volkssternwarte waren alle Türen und die Schutzhütten der Teleskope geöffnet. So konnte auch die erst im Juli fertiggestellte neue Kuppel des 30 cm Schmidt-Cassegrain-Teleskop betreten werden. Diese ersetzt den morsch gewordenen Holzschutzkasten und wurde mit Vereinsmitteln und einem Zuschuss der Stadt finanziert.

Zusätzlich hatten viele Vereinsmitglieder ihre privaten Instrumente mitgebracht und aufgebaut. Dadurch konnten sich die Besucher einen Eindruck von der Vielfalt der astronomischen Beobachtungsinstrumente machen, vom großen 44 cm Newton, dem Hauptinstrument der Sternwarte über einen imposanten Dobson bis hin zu kleineren Teleskopen. Einige davon waren mit Sonnenfiltern ausgerüstet, so dass man durch sie die Sonne beobachten konnte. Hierbei war die Protuberanzen und Sonnenflecke gut zu erkennen und begeisterten die Besucher.

Am Abend sollte der Nachthimmel erkundet werden, doch schon am Nachmittag schaute man mit Sorge Richtung Westen, wo sich ein dichtes Wolkenband aufbaute. Dieses kam auch immer näher, doch einige größere Wolkenlücken ließen einen Blick auf interessante astronomische Objekte wie den Hantelnebel zu.

Insgesamt kamen ungefähr einhundert Besucher zu der kleinen Sternwarte, um mit den Vereinsmitgliedern zu fachsimpeln und einen Blick auf und durch die Instrumente zu werfen.