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Orientalisches Musical in Jengen

Der Saal des Gasthauses Höfler in Jengen war am Sonntag mehr als voll. Erwartungsvoll blickten gut 170 Besucher zur Bühne. Draußen vor der Tür hatte Sie ein Schild auf eine Reise nach Rotasia eingeladen. Von diesem Land und seinen Bewohnern erzählte das Musical, das die Gennachspatzen aufführten. Pünktlich um 14:00 Uhr öffnete sich dann der Vorhang und das Spektakel begann.

Prinz Shadi hat ein Buch gefunden, ein verbotenes, gefährliches Buch: „Die Länder der Welt“. Darin steht viel über fremde Länder und fremde Menschen – doch es ist bestimmt ein Märchenbuch. Jeder weiß doch schließlich, dass es außer Rotasia kein anderes Land auf der Welt gibt. Oder doch? Hier ist jedenfalls alles geregelt, Rot ist die Farbe der Wahl und die drei Leibwächter Sim, Sam und Samy beschützen ihren Prinzen.

Genretypisch wechseln sich Textpassagen, Chor- und Solistengesang und Tanzeinlagen ab. Die Zuschauer werden in ein orientalisches Sujet entführt, welches neben der Musik auch auf das liebevoll gestaltete Bühnenbild und die schönen Kostüme erzeugt wurde. Das Stück erzählte in reichhaltigen musikalischen Bildern die Geschichte von Neugier und Entdeckungsfreude gegen Gehorsam und Tradition, von der Kraft von Träumen und Wünschen und insbesondere vom positiven Umgang mit Fremden.

Auf diese trifft nämlich eine kleine Abordnung von Rotasianern, die unter der Führung des Prinzen in den verbotenen Wald aufbrechen und dort fast der Waldschlange zum Opfer fallen. Auch wenn sie durch die Fremden gerettet werden, überwiegt zuerst die Furcht vor dem Unbekannten. Nur die guten Tipps aus dem Buch, das durch die Hofleibwächter hinterher gebracht wurde, helfen diese zu überwinden. Mit „Wenn aus Fremden Freunde werden“ und „Du, ich, wir und ihr“ wird diese gelungene Geschichte dann abschließend gefeiert.

Die über 30 Kinder, die dieses Musical zu Leben erweckten, haben fast ein Jahr zusammen gearbeitet und geprobt. Marlis Reggel, die die Leitung in diesem Projekt hatte, war insbesondere vom Durchhaltewillen der Kinder begeistert, denn „außer, wenn einer Windpocken hatte, waren alle immer da.“ Die viele Probenarbeit hat sich auf jeden Fall gelohnt, so die einhellige Meinung der jeweils gut 170 Gäste, die sich bei den beiden Vorstellungen in den kleinen Saal gedrängt hatten. Ob Chor, Tänzer oder die Solisten, alle haben überzeugende Leistungen gebracht und den Zuschauer wie versprochen auf eine spannende Reise mitgenommen.

Nach der Vorstellung gab es jeweils noch einen kleinen Imbiss – Samstag Abend Sekt und Häppchen und Sonntag Nachmittag Kaffee und Kuchen. Die reichlich gegebenen Spenden werden die weitere Chorarbeit unterstützen.