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Sing Hallelujah – Gospelgottesdienst

Gospel – die Musik der Sklaven in den Südstaaten Amerika ist tief in der Religion verwurzelt. Mit den Liedern riefen die Menschen ihren Gott an, beteten um Rettung oder Erlösung. Pfarrer Christian Fait ging in seiner Predigt am Sonntag auf die Ursprünge der Musik ein, mit der der Gottesdienst gestaltet wurde.

S(w)inging Gospel, der Gospelchor der evangelischen Kirche, gestaltete diesen Gottedienst musikalisch. Sie begannen mit „O Freedom“, einem eher getragenen Gospel, der die Gefühle der Sklaven sehr gut transportieren konnte. Diese Stück trugen sie von der Empore und dem Eingangsbereich der Kirche vor, wodurch die Stimmung noch einmal verstärkt wurde. Mit dem nächsten Lied „Praise ye the Lord“ kamen sie zum Altar vor. Nicht nur durch diesen Einmarsch kam jetzt Bewegung in den Vortrag, den die Musik nahm deutlich an Rhythmus auf und so wurde auch geklatscht und die Musik mit Körpereinsatz unterstützt.

Auch die Gottesdienstbesucher durften singen: „Singt Gott unserm Herrn“ und „Komm sage es allen weiter“, letzteres als deutscher Text auf die Melodie des Gospels „Go tell it on the mountains“

Bei „This little light of mine“ zeigte der Chor, welche große Entwicklung er seit seiner Gründung vor knapp drei Jahren genommen hat. Problemlose Wechsel im Tempo oder Ausdruck und viele gute und differenzierte Stimmen, die auch Soloparts übernahmen zeugen von vielen erfolgreichen Proben unter der Leitung von Annette Fait. Unterstützt wurden die Sänger und Sängerinnen von Andreas Hennig am Keyboard und Andreas Henser am Cajón.

In der Predigt ging Pfarrer Fait insbesondere auf die besondere Beziehung zwischen Gott und den Menschen ein – Gott kenne einen, ohne dass man sich vorher durch besondere Leistungen einen Namen gemacht hat. Bei diesem Gottesdienst wurde auch das Abendmahl gefeiert. Dazu versammelten sich die Gläubigen um den Alter und der Chor sang dazu. Besonders herauszuheben ist dabei die gelungene Interpretation von „What a wonderful world“, bei der Hartmut Rauscher mit unverwechselbarer Stimme solierte.

Auch bei den weiteren Stücken des Gottesdienstes, beispielsweise „I love to praise him“ (Solist Josef Rinderer) zeigt der Chor seine große Harmonie bei gleichzeitiger Stimmenvielfalt. Kraftvoll oder zart, laut oder leise, die Musiker wussten immer zu überzeugen. Als Lohn dafür erhielten sie von den vielen Gottesdienstbesuchern langanhaltenden Applaus, bevor sie mit einem Medley bekannter Gospels auszogen und vor den Türen der Kirche noch weiter singend die Gäste in den Sonntag geleiteten.