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Vivid Curls leuten UBI-Umweltwoche ein

Die Unabhängige Bürger-Initiative Buchloe (UBI) veranstaltet heuer bereits zum zehnten Mal ihre Umweltwoche. Neben hochkarätigen Vorträgen, beispielsweise zum Thema Regionalpolitik oder zu unserem Nachbarfluss, dem Lech, gibt es auch diesmal wieder zum Beginn und Ende der Vortragsreihe Konzertschmankerl.

Am 20. April kamen die dreifachen Gewinner des Deutschen Rock- und Pop-Preises, die „Vivid Curls“ ins Kolpinghaus nach Buchloe. Die beiden Künstlerinnen haben ihren Namen mit Bedacht gewählt. Neben ihrer gekringelten Haarpracht überzeugten sie ganz besonders mit ihrer Lebendigkeit.

Irene Schindler und Inka Kuchler stammen beide aus dem Oberallgäu und haben sich eher zufällig wegen ihres ähnlichen Aussehens kennengelernt. Ihr gemeinsames Interesse für die Musik führte dann im Laufe der Zeit zu dem Duett, das erst Straßenmusik machte und nun auf viele Bühnen unterwegs ist.  Auch die Vivid Curls gibt es heuer für zehn Jahre doch ihre Musik klingt immer noch frisch und unverbraucht.

Für die rhythmische Unterstützung stand ihnen Markus Wohner zur Seite, der bereits seit sieben Jahren mit den beiden musiziert. Fundament des Abends waren aber die wunderbaren Stimmen der beiden Künstlerinnen, die hervorragend harmonieren,  geradewegs miteinander verschmolzen. Dazu kam noch die Akustikgitarre von Irene Schindele. Vivid Curls schafften es dabei sowohl mit den leisen, zarten Liedern als auch mit den rockigen Stücken auf ganzer Linie zu überzeugen. Sie zeigten an diesem Abend ein sehr facettenreiches Programm, das sie authentisch, gefühlvoll und mitreißend und voller Lebenslust darboten. Neben ihren eigenen Liedern streuten sie auch ab und zu eine Cover-Version in  ihrem Vivid-Curls-Sound ein, der den Liedern eine neue, unverwechselbare Note verlieh.

Doch nicht nur musikalisch wurde viel geboten. Die Texte ihrer Lieder hatten viel Tiefgang, auch wenn es das Publikum ob der  Herkunft der Künstlerinnen und dem damit verbundenen Dialekt, mitunter schwer fiel, alles zu verstehen. Umweltschutz („D´Aufstand“), Familie („Sternakind“)  oder religiös geprägte Gewalt („In Gottes Nama“) wurden thematisiert. Das Thema Verschulung der Kinder –  Stichwort G8 – war ihnen sogar so wichtig, dass sie das Lied dazu in Hochdeutsch sangen. Mit ihren humorvollen Ansagen sorgten sie aber auch immer dafür, dass der Abend nicht zu sehr in die Nachdenklichkeit abrutscht.

Nach zwei unterhaltsamen Stunden bedankte sich das Publikum mit langanhaltendem Applaus für den gelungenen Abend und ließ die drei Künstler erst nach einer Zugabe von der Bühne.