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Kirchenkonzert in Jengen

Am Palmsonntag hatte der Musikverein Jengen zu einen Kirchenkonzert eingeladen. Die Pfarrkirche St. Martin war gut besucht, wenn auch nicht voll gefüllt. Dies war schade, denn die Musiker zeigten wieder einmal eine wunderbare Leistung.

Unter der Leitung von Thomas Wieser wurde eine Mischung aus zeitgenössischen, symphonischen Werken und  klassischen Stücken. Letztere wurden von wechselnden Kammerbesetzungen vorgetragen. Zuerst begann aber das gesamte Orchester mit dem Stück „Eventide – Fall“ von Alfred Bösendorfer. Bereits mit den ersten Klängen erzeugten die Musiker eine beeindruckende Klangfülle, die durch die hervorragende Akustik der Kirche noch unterstützt wurde. In dem Choral wird die  aufziehende Dunkelheit und das damit verbundene Zuruhekommen der Welt beschrieben. Genau diese Wirkung entfaltete es auch für die Zuhörer – der Alltag fiel ab und man konnte sich voll auf das Konzert einlassen.

Mit „Eine kleine Nachtmusik“ von Wolfgang Amadeus Mozart und „Wachet auf ruft uns die Stimme“ von Johann Sebastian Bach demonstrierten die Holzbläser ihr Können. Von Mozarts Werk war der 3. Satz zu hören, denn „wenn sie schon mal bei einem Callcenter angerufen haben, haben sie die herrliche Musik [den 1. Satz] schon bis zu Geht-Nicht-Mehr gehört“, so die Ansage von Alfred-Nikolaus Müller, der gekonnt durchs Programm führte. Für die tiefen Töne wurde dabei ein sonst eher selten eingesetztes Instrument eingesetzt – eine Bassklarinette. Zusammen mit dem Fagott entstand dabei eine harmonisches Zusammenspiel insbesondere mit den hohen Querflöten.

Weitere symphonische Werke waren „Yellow Mountains“ vom holländischen Komponisten Jacob de Haan und das fast schon als Klassiker zu bezeichnende „Highland Catherdral“ von Ulrich Roever und Michael Korb.

Auch die Blechbläser durften dann Mozart interpretieren. Mit einer Sonatine, einer kleiner Sonate mit drei Sätzen zeigten sie ihr Können. Eine weitere Besonderheit waren die Weisenbläser – vier Musiker, die auf ihren Blechblasinstrumenten  Volkslieder spielen. Insgesamt fünf Stücke trugen sie vor, von „Die Weis‘ für Johanna“ bis zu „Großer Gott“.

Den Abschluss des Konzertes bildete die „Hymne an die Freundschaft“ von Kurt Gäble. Das Publikum dankte den Musikern mit viel Applaus, konnte sie aber auch damit nicht zu einer Zugabe überreden. Dafür hat aber der Musikverein alle im Anschluss des Konzerts zu Kaffee und Kuchen ins Gemeindehaus eingeladen.