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Klassik meets Jazz and Gospel

Eine ganz besondere Mischung konnten Konzertbesucher am 27. Januar im Haus der Begegnung in Buchloe erleben. Das Konzert stand unter dem Titel Klassik meets Jazz and Gospel. Der Saal war sehr gut gefüllt, es mussten sogar noch Stühle extra aufgestellt werden, um allen der gut 200 Gästen eine Sitzmöglichkeit zu bieten.

Der erste Teil des Abends war der Klassik gewidmet und wurde von Katharina Ehlich mit der Querflöte und Thomas Hüther am Klavier gestaltet.Für die beiden Musiker war es nicht der erste Auftritt im Haus der Begegnung. Bereits letztes Jahr begeisterten sie zweimal das heimische Publikum. Und auch dieses Mal konnten sie wieder überzeugen.

Katharina Ehlich spielte ihr Prüfungsprogramm der Musikhochschule Würzburg. Das Programm bestand aus fünf verschiedenen Stücken aus Klassik und Moderne. Dabei war selbstverständlich auch ein Werk von Wolfgang Amadeus Mozart, das sogenannte „männlich“ Flötenkonzert G-Dur. Nach Sergei Prokofjews Flötensonate D-Dur kam der Höhepunkt des klassischen Teils. Thomas Hüther, der in der Moderation zu allen Werken spannende Informationen erzählte, kündigte das Werk als „virtuoses, Glanzabschlussstück“ an. Katharina Ehlich brillierte dann auch beim Concertino von Cécile Chaminade und erntete den hochverdienten Beifall. Beide Künstler haben wieder einmal gezeigt, dass sich sowohl die Querflöte und das Klavier als auch die beiden im Zusammenspiel wunderbar ergänzen und boten den Zuhörern erstklassige Unterhaltung.

Nach einer Pause, in der ein kleiner Sektempfang durchgeführt wurde, wurde es dann etwas lauter und rhythmischer. Denise Orita sang Gospels und Jazz und wurde dabei von Davide Roberts (Piano) und Thomas Hüther (Percussion) begleitet. Gleich mit ihrem ersten Stück „This little light of mine“ nahm sie das Publikum gefangen. Mit ihrer Ausstrahlung und ihrer Stimme erzeugte sie eine gewaltige Präsenz im Saal. Die schwarze Sängerin aus London wechselte geschickt zwischen mitreißenden und gefühlvollen Stücken. Die Klavierbegleitung durch Davide Roberts passte bei jedem Stück wundervoll zur Stimmung, die Denise Orita mit ihrem Gesang erzeugt. Zum Jazz gehört natürlich auch immer die Improvisation und es war eine Freude dem Zusammenspiel zwischen Thomas Hüther an der Djembe, eine Trommel aus Ghana, und Roberts Klavierspiel zu lauschen und die beiden dabei zu beobachten. Höhepunkte dieses Teils waren sicherlich „Oh when the Saints go marching in“, bei dem Denise Orita demonstrierte, wie Gospel in einer amerikanischen Kirche aussehen kann und das gefühlvolle „Hallelujah“ von Leonard Cohen.

Das Konzert endete nach zweieinhalb Stunden erst nach zwei Zugabe und sehr viel Applaus. Die einhellige Meinung der Besucher war das dies ein hervorragendes, unterhaltsames Konzert gewesen sei.