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Bildungsprogramm Wald – Abschlussexkursion

 

Mit dem Bildungsprogramm Wald 2012 hat sich die Bayerische Forstverwaltung an die Waldbesitzer des Landskreises Ostallgäu gewandt, um deren „Fachwissen, Hintergrundwissen, vor allem aber die Freude am Waldbesitz zu steigern.“ Dieser Intensivkurs setzte sich aus acht Vorträgen zu verschiedensten Themen und eine Exkursion durch den Wald zusammen.

Die Veranstaltung, die heuer zum zweiten Mal durchgeführt wurde, richtete sich insbesondere an die Waldbesitzer im nördlichen Landkreis. Letztes Jahr wurde das Programm für den mittleren Bereich durchgeführt und 2013 können sich die Waldbesitzer im Süden informieren.

Die aktuelle Veranstaltungsreihe wurde wieder hervorragend angenommen. Sie hatte mit 65 Teilnehmern ihre Maximalkapazität erreicht, sodass nicht alle Interessenten mitmachen konnten.  Die abschließende Exkursion fand am 17.November im Dürrenwald zwischen Ketterschwang und Rieden statt.

Das Team um Forstdirektor Gerhard Limmer, Abteilungsleiter im Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kaufbeuren, gab den Anwesenden viele praktische Tipps zur Waldpflege. Dazu war ein Rundkurs mit mehreren Stationen eingerichtet. Das schwierige Thema Jugendbestandspflege stand am Anfang. Hier hat in den letzten Jahren ein Paradigmenwechsel weg vom Aussondern der „schlechten“ Bäume hin zur Förderung der besonders guten stattgefunden. Es gab Tipps, welcher Baum den „in der Champions League und welcher in der Kreisklasse spielt“ und mit welchen Maßnahmen ein guter Baum gefördert werden kann.

Da die Arbeit im Wald schon lange nicht mehr Handarbeit ist, gehört auch die Demonstration verschiedener Großgeräte, wie einem R2-Gerät zur Wegepflege oder eines Harvesters zum Programm. Thema hierbei waren auch die Rahmenbedingungen, die eine maschinelle Erntung wirtschaftlich machen – von sinnvoll angelegten Rückegassen bis zu Gemeinschaftsaktionen vieler, auch kleiner, Waldbesitzer.

Natürlich ist der Klimawandel für Waldbauern ein sehr wichtiges Thema. Daher wurden Wege vorgestellt, wie sinnvoll darauf reagiert werden kann. Insbesondere der Schritt vom reinen Fichtenwald hin zu einem stabileren Mischwald konnte auch exemplarisch demonstriert werden. Ebenso wichtig waren die Informationen über die verschiedenen Baumarten mit ihren Eigenschaften, Vor- und Nachteilen und Verwertungsmöglichkeiten.

Nach knapp vier Stunden geballter Information im Wald erhielten die Teilnehmer zum Abschluss ihre Kursunterlagen, das Teilnahmezertifikat und als besonderes Highlight ein kleine Lärche, den Baum des Jahres 2012.