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„Romantischer Sommerabend“

Zu einem „Romantischen Sommerabend“ hatten Katharina Ehlich und Thomas Hüther am 14. Juli in das Haus der Begegnung eingeladen. Ein klassisches Konzert mit Werken alter Meister wie Bach oder Mozart aber auch modernerer Stücke zum Beispiel von Cesar Franck stand auf dem Programm. Dabei spielte Katharina Ehlich Querflöte und Thomas Hüther Klavier. Der Saal des Haus der Begegnung war mit ca. 90 Zuhörern, unter denen auch einige Kinder waren, gut gefüllt.

Bereits vor einem halben Jahr hatten die Beiden ihr erstes gemeinsames Konzert im Haus der Begegnung gespielt. Damals war es für Katharina Ehlich die Generalprobe für ihre Abschlussprüfung an der Hochschule für Musik in Würzburg. Diese hat sie inzwischen erfolgreich bestanden und so konnte sie noch befreiter aufspielen. Sie entlockte ihrem Instrument wieder herrlich klare Töne und brillierte besonders in den komplizierten Passagen.

Das Flötenspiel harmonierte wunderbar mit dem Klavier, auch wenn Thomas Hüther anmerkte, dass der Klavierspieler von den Komponisten im Duett oftmals nur zum „Drücken einiger Akkorde“ eingesetzt wird. Das Gegenteil wurde aber insbesondere bei der Sonate g-Moll von Johann Sebastian Bach (BWV 1020) bewiesen. Hier wirkten beide Instrumente ausgereift und gleichwertig zusammen und konnten mit einem Dialog der Stimmen das Publikum einfangen.

Dieses Stück gehörte zum „Triptychon“ aus Bach, Mozart und wieder Bach, mit dem der Abend begonnen wurde. Schon mit dem ersten Stück daraus, dem bekannten Präludium C-Dur, gelang es den Künstlern, denn ganzen Saal für sich einzunehmen. Die Präsenz der beiden war beeindruckend und man sah bei vielen Besuchern geschlossene Augen. Dies aber nicht, weil sie eingeschlafen waren, sondern weil sie sich auf eine Reise mit der Musik begaben, weil sie sich von ihr tragen ließen. Zwischen den Stücken erweiterte Thomas Hüther auch immer wieder das Wissen des Publikums, indem er Bekanntes und weniger Bekanntes über die jeweils folgenden Stücke und deren Komponisten erzählte.

Die Mitte des Abends bildeten mehrere modernere Stücke, die von fast religiös getragener Musik über verträumt und schwebend bis zu leicht melancholischen Tönen reichten und so auch die viele Facetten der beiden Instrumente illustrierten. Zum Abschluss wurden zwei Werke der Romantik gespielt. Thomas Hüther intonierte erst die Ballade h-Moll von Johannes Brahms allein am Klavier. Eine Sonate von Cesar Franck, dem „Brahms Frankreichs“ beendete den Abend nach fast neunzig Minuten wunderbarer Unterhaltung, für den den beiden Künstlern mit langem Applaus gedankt wurde.