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Schürzenjägerzeit in Jengen

180 Jahre Blasmusik in Jengen und 85 Jahre Musikverein Jengen – bereits eins dieser Jubiläen würde ein rauschendes Fest rechtfertigen. Da es aber gleich beide zu feiern gibt, hat der Jengener Musikverein ein extra­langes Feierwochenende auf die Beine gestellt.

Ein erstes Highlight hat am Donnerstagabend stattgefunden. Die Schürzenjäger haben die Bühne im Festzelt zum Beben gebracht. Kurz nach 20:00 Uhr ließ die Band ihren Schlachtruf „Hey Mann!“ durch das Zelt klingen und durch das Publikum erwidern. Ungefähr 1.000 Gäste waren gekommen, um einen schönen Abend mit der wieder auferstandenen Band aus Tirol zu verbringen.

Der Name des aktuellen Album „Es ist wieder Schürzenjägerzeit“ bezeichnet die aktuelle Situation recht gut. 1973 wurde die Band als „Zillertaler Schürzenjäger“ gegründet und war bis zum Abschiedskonzert im Juli 2007 sehr erfolgreich. Seit 2011 ist die Band um Gründungsmitglied Alfred Eberharter wieder aktiv und bietet den typischen Zillertaler-Sound. Das Konzert bestand in einer Mischung der Lieder des aktuellen Albums und der Hits vergangener Tage, wie „Sierra Madre“ oder „Glory – Halleluja!“. Dabei wurden die „klassischen“ Rock-Instrumenten durch den Klang einer Steirischen Harminika ergänzt.

Die sechs „Musikrebellen“, die eine mitreißende Mischung aus Rock, Reggae, Country und traditionellen Klängen darboten, schafften es, das Publikum gut zu unterhalten. Nicht nur die Fläche vor der Bühne war gut besucht, teilweise standen die Gäste auch auf den Bänken und sangen mit. Immer wieder bewiesen die Musiker auch mit Soli ihr Können. Besonders begeisterte Alfred Eberharter jr. mit seinem mehrminütigem Schlagzeugsolo. Neben den Liedern über die Liebe, das Leben und ihre Tiroler Heimat bewiesen die Zillertaler mit Songs wie „Großer Manitou“ oder „Hey Die Erde“, dass sie auch die nachdenklichere Töne beherrschen.