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Kirchenkonzert der MK Waalhaupten

DAS Kontrastprogramm zum Gospelkonzert am Vortag, aber nicht weniger schön. Ich liebe halt Musik in fast jeder Form.

Dass auch in den kleinen Dörfern rund um Buchloe erstklassige Musik gemacht wird, bewiesen die Mitglieder der Waalhauptener Musikkapelle bei ihrem Kirchen-konzert. Am 29. April hatten sie in die Pfarrkirche Mariä Schmerzen zu einer Reise durch die Musikgeschichte eingeladen.
Am Anfang wurde den Zuhörern ein ruhiges, besinnliches Konzert versprochen, eine Gelegenheit, vom Stress des Alltags abzuschalten. Genau dies erreichten die 39 Musiker unter der Leitung von Dominik Ertl auch.
Die Musiker hatten sich mit ihren Instrumenten in den Altarraum der Pfarrkirche gezwängt, doch auch die Enge des Raums hinderte sie nicht daran, eine exzellente Leistung darzubieten. Ihre musikalische Reise begann mit Auszügen aus der Feuerwerksmusik von Georg Friedrich Händel aus dem Jahre 1748. Gleich hier zeigten die Musiker, dass sie die Kirche gut mit ihren Klängen ausfüllen können und nahmen das Publikum direkt für sich ein. So viel es den meisten auch schwer, sich an den Wunsch der Musiker zu halten und keinen Zwischenapplaus zu spenden.
Die Reise ging weiter mit einer Arie aus Johann Sebastian Bachs „Jagdkantate“, die den blumigen Namen „Schafe können sicher weiden“ hat. Nach diesem eher ruhigen Stück, wurde ein Rondo für Flöte und Blasorchester aufgeführt, das auf dem 3. Satz des Fagottkonzerts KV 191 von Wolfgang Amadeus Mozart basiert. Hierbei brillierte Evelyn Stadler als Solistin auf ihrer Querflöte. Hierbei spielte sie teilweise komplett ohne Unterstützung des Orchesters und erreichte doch eine starke Präsenz im Kirchenschiff.
Mit einem Thema aus Gustav Holsts Orchestersuite „Die Planeten“ und dem Stück „To my Country“ von Bernd Zweers ging die Reise weiter in Richtung Gegenwart, um dort mit „Gabriel’s Oboe“, einer bekannten Filmmusik zu „The Mission“ anzukommen.
Sehr emotional wurde „Heaven’s Light“ vorgetragen, das von Steven Reineke in Gedenken an seine verstorbene Schülerin geschrieben wurde. Hier wurde in einem wunderschönen Dialog von Klarinetten und Flöten mit glockenklaren Tönen die Trauer und gleichzeitige Hoffnung eindrucks¬voll in Musik umgesetzt.
Das abschließende Werk „Concerto d´ amore“ von Jacob de Haan ist von diesem als Liebeserklärung an die Musik erschaffen worden und verbindet in sich Barock, Pop und Jazz und war somit als Ausklang dieser musikalischen Reise mehr als geeignet.
Lang anhaltender Applaus war der verdiente Lohn für die hervorragende Leistung der Musiker, die noch zwei Zugaben spielten und auch danach nur ungern von der Bühne gelassen wurden. Die zahlreichen Spenden der Zuhörer am Ende des Konzerts werden in die Jugendarbeit der Musikkapelle Waalhaupten fließen.