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Gospelkonzert in Buchloe

Freunden der Gospelmusik wird das Konzert von Gospel and More am 28. April sicher noch lange in Erinnerung bleiben. Bereits zum dritten Mal gastierte der Chor aus Nersingen, der in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiert, in der Hoffungskirche in Buchloe. Und dieses Mal war der Auftritt ein ganz besonderer, denn es wurde gemeinsam mit dem Gospelchor der evangelischen Kirche Buchloe musiziert.
S(w)inging Gospel, so der Name des Buchloer Chors, ist noch sehr jung und seine Entstehung ist aufs Engste mit Gospel and More verknüpft, den das letzte Konzert in Buchloe war die Initialzündung für die Chorleiterin Annette Fait, einen solchen Chor auch in Buchloe entstehen zu lassen. Außerdem hat sie selbst bei Gospel and More mitgewirkt, als unser Pfarrer Christian Fait noch Pfarrer in Nersingen war.
Bereits bei ihrem Einmarsch in die Kirche machten die Sänger klar, was von dem Abend zu erwarten war. Mit ihren vielfältigen Stimmen und ihrem ausdrucksstarken Gesang verbreiteten sie sofort jede Menge Energie in der Kirche und nahmen die Zuhörer mit ihrer gewaltigen Präsenz sofort mit auf eine Reise in das Reich des Gospelgesangs.
Unterstützt wurde der Chor von Schlagzeug, Bass und Keyboard. An letzterem wechselten sich der Leiter des Chors Markus Romes und Frieder Morgenstern ab, beide übernahmen auch Soloparts. Besonders erwähnenswert ist auch die Stimme von Birgit Pfahler, die als Solistin bei „I want Jesus to walk with me“ mit ihrer emotionalen und kraftvollen Intonation brillierte.
Das Programm war sehr facettenreich aufgebaut und schlug den Bogen von rhythmischen Liedern wie „You are my all in all“ über das getragene, fast schon melancholische „I want Jesus to walk with me“ bis zum mitreißenden „Shout“ aus „Sister Act“. Anfang und Ende des Konzerts gestalteten dabei S(w)inging Gospel und Gospel and More gemeinsam und füllten dabei das Kirchenschiff mit dem Klang von über 60 Stimmen.
Die Freude am Singen und Musizieren stand allen Künstler quasi in das Gesicht geschrieben und sie schafften es problemlos, diese Begeisterung auf das Publikum zu übertragen. Dieses wiederum unterstützte die Künstler immer wieder mit rhythmischem Mitklatschen. Als gegen Ende des Konzertes dann die bekannten Stücke wie „Rock my Soul“ oder „He’s got the whole world“ aufgeführt wurden, hielt es auch kaum einen mehr auf den Bänken. Erst nach vier Zugaben entließen die Zuhörer die Chöre aus der Kirche, doch auch dort auf dem Vorplatz wurde noch weiter musiziert.
„Singen sollte es auf Krankenschein geben,“ sagte Markus Romes im Gespräch nach dem Konzert „denn gerade Gospel befreit den Körper durch den Gesang und die Bewegung.“ Diese Energie, die das Publikum auch noch nach dem Konzert spürte, war Beweis genug für die Worte und so wird die Hoffnungskirche wohl auch beim angekündigten vierten Konzert wieder mit vielen erwartungsvollen Zuhörern gefüllt sein.