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Solidaritätskundgebung für Japan

Am 11. März jährt sich zum ersten Mal der Tag, an dem Japan von einem verheerenden Tsunami getroffen wurde und in dessen Folge sich der Störfall im Atomkraftwerk Fukushima zu einem Supergau entwickelte.
Aus diesem Grund war die Solidaritätskundgebung am Immleplatz am Samstag etwas ganz besonderes. Dies betonte auch Edith Bier, die Sprecherin des Teams „Solidaritätskundgebung“ oder wie sie selbst sagte „Der Freunde Japans“. Die Mitglieder des Organisationsteams erzählten abwechselnd von den Anfängen diese Kundgebung und den Veränderungen sowohl in Japan als auch in Deutschland.
Die Initialzündung kam von Edith Bier, als sie kurz nach der Katastrophe an einem stillen Gedenken in Kaufbeuren teilnahm. “So etwas muss doch auch in Buchloe gehen,“ dachte sie, und nahm es mit einigen Freunden in die Hand. Am 26. März 2011 standen sie das erste Mal auf den Immleplatz. Und so gedachten sie anfangs jede Woche, seit Dezember immer am letzten Samstag im Monat den Opfern in Japan.
Äußeres Zeichen ist das Banner “Japan, wir denken an Euch“, dass die Schüler einer Klasse der Mittelschule zusammen mit ihrer Lehrerin Beate Vogler im März 2011 angefertigt hatten. Anfangs nur stilles Gedenken geplant, kamen die Frauen schnell mit den Passanten und Kunden des Wochenmarktes ins Gespräch. Gemeinsam wurden Kärtchen mit Gebeten und guten Wünschen erstellt, die – ins Japanische übersetzt – zusammen mit einigen Informationen über Buchloe in die Katastrophenregion um Fukushima geschickt wurden.
Dies löste so viel Resonanz aus, dass auch die japanische Zeitung “The Asahi Shimbun“ über die Aktion in unserem Städtchen berichten wollte. Daher nahmen an der Kundgebung am Samstag auch Ken Matsui, der Berliner Chefkorrespondent dieser Zeitung mit seiner Kollegin Rosa Vollmer teil. Beide erzählten über die Situation in Japan und dass die Unterstützung der Buchloer hilft, die Hoffnung zu behalten.
Musikalisch eingerahmt wurde die Veranstaltung von der Bläsergruppe „Brass an Praise“ der evangelischen Kirche Buchloe. Zum Abschluss erhielten alle der mehr als 70 Teilnehmer Kirschblütenzweige und Papierkraniche. Beide haben in der japanischen Kultur eine hohe Symbolkraft und stehen als Zeichen für Schönheit, Aufbruch und Wohlergehen sowie als Geste des Zuspruchs.
Diese Solidaritätskundgebungen werden bis auf Weiteres weiterhin stattfinden.