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Jugendmusiker begeistern in Honsolgen

Die Musikkapelle Honsolgen hatte am 8. Oktober zu einem musikalischen Unterhaltungsabend in das Honsolgener Vereinsheim geladen. Gestaltet wurde der Abend durch die Singoldfüchse und die Jugendmusik Schwanden. Die Singoldfüchse sind die Jugendmusiker der Musikvereine aus Waal, Waalhaupten, Honsolgen, und Ober- und Unterdiessen.
Schwanden liegt in der Schweiz, im Kanton Glarus und die Freundschaft zwischen der Musikkapelle Honsolgen und der Harmoniemusik Schwanden besteht schon seit vielen Jahren. Doch heuer war das erste Jahr, dass sich die Jugendabteilungen gegenseitig besuchten. Im Mai fuhren die Singoldfüchse zum Young Band Festival in die Schweiz und jetzt kamen die Schwandener zum Gegenbesuch.
Die Schweizer waren mit 50 Musikern angereist und zusammen mit den Singoldfüchsen gestalteten dann 70 Jugendliche den Abend. Unter der Leitung von Jürg Hösli (Schwanden) und Heidi Wörle (Honsolgen) demonstrierten sie ihr hervorragendes Können. Das Repertoire war sehr abwechslungs¬reich und reichte von Adaptionen bekannter Songs wie Downtown, Vayamos Companeros oder Sweet Caroline über klassischere Stücke wie Walzer oder Marsch bis zu Johann Strauß An der schönen blauen Donau, aber statt im drei Viertel Takt als Tango.
Nach anderthalb Stunden Programm überließen dann die Singoldfüchse ihren Gästen die Zugaben. Der verdiente Applaus der Gäste galt aber beiden Ensembles. Der Erlös der Veranstaltung fließt in die Jugendarbeit des Musikvereins.
Die Jugendmusiker aus Schwanden übernachteten in der Turnhalle in Waal und besuchten am Sonntag vor ihrer Heimfahrt noch den Skyline Park in Wörishofen.

Blogergänzungen:
Der Abend war wirklich Klasse. Gerade die Schwandener Jugendlichen waren musikalisch hervorragend. Das soll natürlich die Leistung unserer Musiker nicht schmälern, auch die waren super – aber die Schweizer waren noch einen Tick besser. Gründe hierfür? Ich glaube, dass hier in Deutschland die Förderung von Talenten und überhaupt das Heranführen von Kindern und Jugendlichen an die Musik bei weitem nicht den richtigen Stellenwert besitzt, insbesondere in der Politik. Für ein Land der Dichter und Denker ist es manchmal schon erschreckend, wie sehr wir uns doch auf den Lorbeeren von Schiller und Goethe ausruhen.
Ich habe es jedenfalls genossen, dort die 90 Minuten gut unterhalten zu werden! Vielen Dank an alle Beteiligten.