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Zirkus Kaiser in Buchloe

Mit leuchtenden Augen erwarteten die Kinder am 8. September die Premiere des Zirkus Kaiser in Buchloe. Dieser hat seine Zelte am Alexander-Moxsel-Stadium aufgestellt. Am Donnerstagnachmittag hatten knapp 100 Besucher ihren Weg hierher gefunden, um sich von den Artisten des Familienzirkus in eine fantastische Welt entführen zu lassen.
Die Zirkusfamilie zeigte sich nach der Vorstellung etwas enttäuscht ob des geringen Besucherzuspruchs, denn das Zelt war nur zu einem Drittel gefüllt. Bei ihrem letzten Besuch in Buchloe vor 12 Jahren waren alle Vorstellungen ausverkauft – vielleicht eine Reaktion auf die allgemeine Rezessionsstimmung, da überlegen sich so manche, ob sie ihr Geld für Kunst und Kultur ausgeben.
Die Vorstellung startete fulminant mit der Pferdedressur des Direktors Edmund Kaiser, der dieses Wochenende noch seinen einundsiebzigsten Geburtstag feiern wird. Die Gäste in den Logen direkt am Manegenrand füllten sich dabei sprichwörtlich mittendrin statt nur dabei, den die Tiere kamen bis auf Armlänge heran und staubten das feine Sägemehl auf. Auch ich saß direkt an der Manege und musste regelmäßig das Objektiv säubern. Außerdem hatte ich immer wieder mit den Reflexionen des Staubs zu kämpfen. Gerade bei den Tierdressuren waren nicht sehr viele brauchbare Bilder dabei.
Nach diesem Auftakt ging es im munteren Wechsel mit meisterlichen Präsentationen von artistischen Können und Dressurdarbietungen weiter. Gerade die vielen exotischen Tiere, wie Nilgauantilopen, Lamas, Büffelarten aus fünf Kontinenten, Strauße oder Kängurus zeichnen den Zirkus besonders aus. Dabei ist die artgerechte Haltung auch in Buchloe wieder durch das Veterinäramt bestätigt worden.
Die Artisten zeigten ein vielfältiges Programm vom Seiltanz über Feuerschlucken, Hula-Hoop Reifenartistik und Vertikalseil bis zur faszinierenden Leistung von Artur Kaiser, der seine Nummer mit Handstandakrobatik auf übereinander gestapelten Stühlen knapp 10 Meter über dem Boden präsentierte. Die Leistungen sind umso beeindruckender, wenn man bedenkt, dass hier nur neun Artisten der Familie Kaiser durch den gesamten Abend führen.
Ich fand diesen Abend sehr spannend, aber meine Kinder waren Feuer und Flamme und erzählten noch zuhause beim Abendbrot „Hast Du das gesehen?“ und „Boah, war da toll.“ Die Fazination lebt!